Zur Parascha WAJAKHEL-PEKUDEJ am 29. Adar 5781; 13. März 2021

Diese ist das Protokoll einer Torastunde vom 28.02.2021 mit Yuval Lapide, Claudia Lea und Claudia Ruchana zu Ezechiel Kap 40-48. Die Haftara bezieht sich nur auf einen Bruchteil dieser Unterrichteinheit, aber sie verschafft einen guten Überblick in Form eines Ergebnisprotokolls zum Thema: DER DRITTE TEMPEL.
Ich danke unserer Freundin Claudia Ruchana Rommerskichen, dass sie mir ihr Protokoll für diesen Blogbeitrag zu Verfügung gestellt hat.

Einführung ins Thema

❖ Der Tempel, das Heiligtum (MIGDASCH – מִקְדָּשׁ) bzw. das Stiftszelt (MISCHKAN – מִשְׁכָּן) ist ein Ort der Besonderheit.
❖ Das Stiftszelt geht immer mit. Der Mensch braucht besondere Orte, damit sich Gott dort dem Menschen durch bestimmte Rituale nähern kann.
❖ Gott will in den Herzen der Menschen wohnen Ex 25,8: Ein Heiligtum sollen sie mir machen, daß ich einwohne in ihrer Mitte.
❖ Der Mensch hat eine unstillbare Sehnsucht Gott zu begegnen, weil der Mensch von Gott kommt und IHN braucht.
❖ Der Mensch hat das Bedürfnis Gott zu begegnen, deshalb gestattet Gott dem Menschen den Bau eines besonderen Begegnungsortes, s. David.
❖ Bei den beiden ersten Tempeln darf nur der Stamm Levi im Tempel dienen. Sie sind von Gott eigens dazu bestimmt. Nur die für diesen Dienst geschulten Priester (COHANIM כוהנים) dürfen den Tempeldienst versehen.
❖ Alle Priester nach dem Exodus stammen aus dem Geschlecht Aarons. Es handelt sich um eine sogenannte Erbnachfolge für den Tempeldienst. Deshalb waren die Priester auch alle verheiratet. Die einzige Berufung dieser „heiligen Menschen“ war der Dienst im Tempel, stellvertretend für das Volk. Sie waren Anwälte und Bedienstete des Volkes Israel, das für die COHANIM Abgaben zu deren Lebensunterhalt zahlte. Gott bestimmte 48 Städte, in denen sie kostenlos unter dem Volk leben durften. In der gesamten Zeit der beiden Tempel sind keinerlei Spannungen zwischen den COHANIM und dem Volk Israel bekannt.
❖ Die Beziehung zu Gott braucht einen besonderen Ort zu besonderen Zeiten, Morgens, Mittags und Abends, mit jeweils festgelegten eigenen Schlachttieren und besonderen Gebeten. Alle jüdischen Rituale stehen in Opposition zu den das Volk Israel umgebenden heidnischen Religionen.
❖ Der Dienst an Gott ist zwingend an einen geweihten, heiligen Ort gebunden, weil die Begegnung mit Gott einen ehrfürchtigen, respektvollen Umgang benötigt. Deshalb wird im Buch Exodus der Bau des Tempels auf das Genaueste festgelegt, nichts bleibt dem Zufall überlassen. Auch die Speisen, die zu tragende Kleidung, die zu schlachtenden Tiere, die Art und Weise der Schlachtung, die dazugehörigen Gebete, die Tages- und Jahreszeiten, die Feste. Jedes noch so kleine Ritual ist bis ins kleinste Detail festgeschrieben.
❖ Die Reglementierung hat den Sinn, dem Menschen die nötige Achtung vor seinem Gott abzuverlangen. So lange der Mensch in der Welt verkörpert ist, braucht er deshalb diese Rituale. In der Ewigkeit ist das nicht mehr nötig. Der Mensch sehnt sich danach, seinen Gott zu erheben. Diese Sehnsucht mit Leben zu füllen, ist etwas ganz Großes, deshalb braucht es die Regeln, damit die Heiligkeit und die Würde bei der Begegnung mit Gott gewahrt bleiben.
Lev 19,2: „Heilig werdet ihr sein, den ICH bin heilig.“ Die Grundidee dahinter ist, dass besonders das Volk Israel ein Volk von Priestern sein soll, Dazu bedarf es gewisser Regeln. Das jüdische Volk soll durch ein bestimmtes Verhalten heilig werden. Jüdische Kinder werden bis heute schon sehr früh in diese Rituale eingeführt und angelernt. Jeder Jude muss diese Verhaltensweisen verinnerlichen.
❖ Die COHANIM wurden in der Vergangenheit ganz speziell für ihren besonderen Dienst im Tempel geschult.
❖ Ezechiel 40 – 48 ist die Endzeitvision des dritten endgültigen Tempels, der niemals vergehen wird. Die Vision enthält eine sehr genaue Beschreibung des neuen Tempeldienstes in diesem dritten Tempel, der sich von den Anweisungen im Buch Exodus stark unterscheidet.
❖ Ezechiel lebt im Exil und leidet sehr darunter. Sein Ende ist nicht bekannt. Er erlebt das Ende des Exils nicht mehr.
❖ Der erste Tempel wird etwas im 9. Jh vor der Zeit von König Salomo erbaut, an dem sich das ganze Volk beteiligt. Dieser Tempel wird 587 v. d. Zeit von dem Babylonierkönig Nebukadnezzar zerstört. Der spätere Nachfolgerkönig Kyros befreit die verschleppten Juden aus Babylon und gestattet ihnen die Heimkehr nach Israel. Die Rückkehrer unter der Führung von Serubbabel, Esra und Jeschua bekommen die Erlaubnis einen zweiten Tempel zu bauen (ca. 530 – 420 v. d. Z.). Dieser Tempel ist nicht so groß wie der salomonische Tempelbau und aufgrund des begrenzten Budgets nicht so prächtig ausgestattet. Herodes wird diesen Tempel später verschönern. Dieser Tempel wir 70 n. Chr. Von den Römern zerstört.

Die Vision

❖ Ezechiel bekommt an keiner Stelle in der Vision mitgeteilt, dass das Volk Israel diesen dritten Tempel errichten soll. Dieser dritte Tempel ist so spirituell, dass er nicht von Menschenhand aufgebaut werden kann, sondern nur von Gott. Er hat völlig andere, viel gewaltigere Dimensionen, die der jetzige Tempelberg in Jerusalem von den in der Tempelvision vorgegebenen Abmessungen gar nicht hergibt.
❖ Ezechiel sagt voraus, dass die 10 Stämme Israels, die nach der Zerstörung des Nordreiches 722 v. d. Z. exiliert werden, wieder zurückkehren und gemeinsam mit den beiden verbliebenen Stämmen Juda und Benjamin, den Stämmen des Südreiches, wieder ein Volk Israel bilden werden. Das ist insofern sehr wichtig, weil die einzelnen Stämme in der heutigen Zeit nicht mehr existent sind. Gott wird sie neu erstehen lassen. Für das Judentum ist diese Voraussage der unumstößliche Beweis, dass es sich bei der Tempelvision des Ezechiel um eine göttliche Endzeitvision handeln muss. Kein Jude hat sich bis heute daran getraut, diesen Tempel zu bauen.
❖ Ez 40 – 48 ist die jüdische Endzeithoffnung schlechthin, die alle Generationen des Judentums bis heute durch alle Exilzeiten und Pogrome bis zum menschenverachtenden Genozid des Holocaust in jüngster Zeit. Keine andere Vision trägt das jüdische Volk so sehr wie diese Vision.
❖ Das Zeitverständnis des ezechielischen Tempels wird ein ganz anderes sein. Es wird eine neue „Zeitordnung“ geben, d. h. Raum und Zeit werden von Gott neu definiert werden.
❖ Die zwölf Stämme werden alle einen gleichgroßen Anteil von Jerusalem bekommen, damit es unter den Stämmen keinen Neid mehr geben kann. Der Tempel wird dabei in ihrer Mitte stehen.
Zentripetalität = Ausrichtung auf den Tempel. Der dritte Tempel wird topographisch, geologisch und biologisch ein einziges Wunder sein.
❖ Mit dem dritten Tempel wird Israel keinen König = MELECH מֶלֶךְ, sondern einen Erhabenen = NASSI – נָּשִׂיא haben. Der NASSI ist verbindlicher Teil der Endzeitvision. Er wird Vorsteher des neuen Tempels sein. Er wird Gott Gaben darbringen nach einem genauen Prozedere, die er von allen Stämmen Israels bekommt. Der NASSI wird in der Nähe des Tempels wohnen und wird Gott im Tempel genauso dienen wie die Priester, was die Könige Israels nicht durften. Die Rolle des NASSI verkörpert eine völlig neue Form der Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Es wird nie mehr Rebellionen seitens der Könige gegenüber den Weisungen Gottes geben, weil der NASSI immer aus dem Gehorsam Gott gegenüber handeln wird. Es kommt zu einer neuen Unterordnung der menschlichen Vorsteher unter die Weisungen Gottes.
❖ Der neue Tempel zeichnet sich aus durch Feuer und Wasser, die parallel existieren werden. Das Feuer ist gleichbedeutend mit den Opfern im Tempel. Gott wird sich weiterhin im Opferfeuer manifestieren. Raum und Zeit werden von IHM überschritten. Es wird ein Opferritual geben, das sich sehr stark von dem des ersten und zweiten Tempels unterscheiden wird. Die Schlachthöfe liegen im Tempelinneren, was es vorher so nicht gab. Der neue Gottesdienst sieht sehr hygienisch aus im Vergleich zu den beiden irdischen Tempeln. Es wird eine Vergeistigung des Materiellen geben. Der Tempel ist unzerstörbar, weil niemand mehr von Gott abfallen wird. Die neue Heiligkeit wird dafür sorgen, dass die Kooperation von Volk, König und Priestern so eng sein wird, dass es keine Mischgottesdienste mehr geben wird.
❖ Neu sind die Quellen des lebendigen Wassers (Hes.47,1), die aus dem Tempelberg hervorsprudeln werden und durch das Land Israel fließen werden. Sie werden ihre heilende Kraft über das ganze Land ergießen. Alles wird grünen und blühen durch das Wasser, das aus dem Tempel kommt, was heutigentags noch mühsam bewässert werden muss in Israel um Ertrag zu bringen. Das salzige Meerwasser wird zu Süßwasser. Alles wird versüßt, geheiligt und geheilt. Es gibt neues Leben.
❖ Es wird eine immer währende Präsenz Gottes geben, die es zuvor so nie gab. ER verspricht den Tempel nie mehr zu verlassen. Gott wird einen besonderen Gehorsam in die Herzen der Menschen legen. Es gibt keinen Rückfall in Götzendienst und Unmenschlichkeit. Die Tora ist den Menschen ins Herz geschrieben, da es die Bundestafeln nicht mehr gibt, so dass sie nicht anders können als gehorsam zu sein. Wer Gott in seinem Herzen trägt und erlebt, wird IHN nicht mehr betrügen. Der dritte Tempel ist in Raum und Zeit eingebunden, wird aber durch seine enorme, nie dagewesene Heiligkeit und Geistkraft zugleich über Raum und Zeit stehen. Es wird eine Nähe zu Gott geben, die beispiellos ist.
❖ Die in Jesaja 2 verkündete Völkerwallfahrt ist die Folge von diesem dritten Tempel. Am Ende der Tage werden alle Völker der Erde zu Gott kommen. Auf diese Endzeit steuert die Welt gerade zu.
Jes.2,3 hingehn Völker in Menge, sie werden sprechen: »Laßt uns gehn, aufsteigen zu SEINEM Berg, zum Haus von Jaakobs Gott, daß er uns weise in seinen Wegen, daß auf seinen Pfaden wir gehn! Denn Weisung fährt von Zion aus, von Jerusalem SEINE Rede.«

Rückkehr ins Paradies

❖ Die Völker werden den Gott Israels als den EINEN Gott anerkennen. Die Verirrung der
Gottessohnschaft Jesu wird wegfallen, damit ebenso die Lehre von der Trinität Gottes als Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist. Gott erhebt Exklusivitätsanspruch.
Jes. 42,6 ICH rief dich an in Bewährung, ich fasse dich an der Hand, ich will dich verwahren, ich will dich begeben zu einem Volksbund, zu einem Weltstämme-Licht,
Jes.49,6 er sprach: Zu gering ists dafür, daß du mir Knecht wardst, zu erstellen Jaakobs Stäbe, die Bewahrten Jissraels umkehren zu lassen, – den Weltstämmen gebe ich dich zum Licht, daß meine Freiheit werde bis an den Rand des Erdreichs.

Das Judentum soll das OR LAGOJIM – אוֹר לְגּוֹיִם das Licht für die Völker sein. Die Juden sind die Katalysatoren für die Erleuchtung aller Völker. Sie dienen nicht sich selbst, sondern wie eine Laterne in der Nacht der gesamten Menschheit. Die spirituelle Größe des Judentums wird allen Völkern bewusst werden.
❖ Der leidende Gottesknecht, von dem bei Jesaja die Rede ist, ist das Judentum. Es wird ein
großes Wehklagen der Völker am Ende der Tage geben, einen Erleuchtungsschmerz über das Unrecht, das sie den Juden über die Jahrtausende angetan haben. Für die Völker wird es eine spirituelle Geburt mit spirituellen Schmerzen werden, ein kathartischer Schmerz. Schalom Ben Chorin stellt in seinem Buch „Bruder Jesus“, das Gleichnis vom verlorenen Sohn richtig. Nicht das Judentum kehrt zu Gott zurück, sondern das Christentum ist der verlorene Sohn, der zum Gott Israels heimkehren wird.
❖ Es wird eine Zeitenwende ohne Gewaltanwendung. Der Geist Gottes wird um die ganze Welt gehen.
Sach 8,13 Werden solls: Wie ihr eine Verwünschung seid worden unter den Weltstämmen, Haus Jehuda und Haus Jissrael, so befreie ich euch, daß ihr Segen werdet. Fürchtet euch nimmer, mögen festigen sich eure Hände!
u. Micha 8
❖ Das Wasser aus dem Tempel entspricht den vier Flüssen des Gartens Eden. Es bedeutet, dass die Erde in den paradiesischen Zustand zurückkehrt. Es wird einen Zustand geben, in dem aus göttlichen Quellen Wasser entsteht. Die Vier bedeutet das Gesamtgeschehen der Welt. Die neue Weltordnung entsteht durch den dritten Tempel. Es gibt keine Vertreibung mehr aus dem Paradies. Das ist die Korrektur der Originalsünde aus der Genesis. Juden und Nichtjuden werden Gott wahrhaft erkennen. Es kommt zu einer Heimholung in den Geborgenheitszustand des Gartens Eden im dritten Tempel. Die Welt wird zurückgedreht (revolutare) in den Gehorsam Gottes.
Keine Schlange wird die Menschen mehr verführen, weil sie mit der Größe Gottes so
erleuchtet sein werden.
❖ Der Garten Eden lag in Chaldäa, westwärts von Ur, was im heutigen Irak verortet wir. Der Garten Eden lag nicht im Gebiet Israel, war exterritorial. Kanaan war nicht für das Judentum vorgesehen. Abram und Sarai waren keine Kanaanäer.
❖ Die Zeugung und Geburt der 11 Söhne und der einen Tochter Jakobs fand in Mesopotamien statt. Lediglich Benjamin wurde auf israelischem Boden geboren. Die Tora wurde am Berg Sinai gegeben. Auch das war kein israelisches Kernland. Die Tora will sagen, dass das Judentum nicht fixiert sein darf auf das Land Israel. Israel gehört nicht dem Judentum, sondern es ist diesem geschenkt. Die jüdische Existenz pendelt immer zwischen Exil und Heimat. Die jüdischen Geschicke oszillieren immer zwischen Ent- und Wiederbeheimatung.
❖ Hes. 47 beschreibt die Neuverteilung Israels. In V 13 wird die neue Landnahme beschrieben als eine spirituelle, nicht physische Landnahme. Hes. 47,13 So hat mein Herr, ER, gesprochen: Dies ist die Abgrenzung, wie ihr das Land eineignen sollt nach den zwölf Stäben Jissraels, – Jossefs ein doppeltes Schnurmaß – , Es wird eine friedliche Landnahme durch den Geist Gottes sein, keine blutige wie zur Zeit Josuas.
❖ Jossef erhält das doppelte Schnurmaß, weil es insgesamt 10 Stämme des Nordreiches sind.
❖ Alle Stämme bekommen einen gleichgroßen Anteil an Boden. Damit werden die neidvollen
Bruderzwiste der Stämme untereinander und die Kämpfe gegen die Völker der Vergangenheit angehören, ebenso das Zanken mit Gott und den Hohenpriestern. Auch die Proselyten (Gastsassen), die noch nicht wissen, ob sie Juden werden wollen, bekommen ein Stück Land. V14 jeder ist Bruder
❖ V 18 östliches Meer ist der Kinneret
❖ V 19 Gen 26,15 Alle Brunnen, die seines Vaters Knechte in Abrahams seines Vaters Tagen gegraben hatten, verstopften die Philister und füllten sie mit Schutt. .. 20 Die Hirten von Grar aber stritten mit den Hirten Jizchaks, sprechend: Unser ist das Wasser! So rief er den Namen des Brunnens Essek, Hader, weil sie mit ihm gehadert hatten.
Der Streit Isaaks mit den Philistern um den Zugang zu den Brunnen, „Wasser von Gezänk“, Kadesch = Vertreibung Hagars, ist der Grenzbach zu Ägypten
❖ Nach Abraham gab es immer Kämpfe um das Wasser. Gott lässt den Menschen durch Ezechiel sagen, dass es in der Zeit des dritten Tempels genügend Wasser geben wird, so viel, dass Ezechiel nicht mehr darin stehen kann. So wird es keine Kämpfe mehr um das kostbare Nass geben.
❖ Im jetzt nicht mehr salzigen Meerwasser können sich Süßwasserfische entwickeln. In früheren Zeiten war die Bevölkerung auf Süßwasserfische angewiesen.
❖ Die gesamte Natur wird sich Gott unterwerfen. BRAVE NEW WORLD, eine völlig neue Schöpfung.

Zahlen und Maße

❖ Ezechiel wird nie bei seinem Namen genannt. Gott spricht ihn immer mit BEN ADAM – בֶן אָדָם an. Dies ist ein spiritueller Name. Ezechiel wird zu einem neuen Adam. Gott geleitet ihn (Hes.47,6), lässt ihn nicht fallen.
LELAVOT – לְלַבּוֹת = G-tt ist mir verbunden.
❖ Ezechiel 48: Es wird eine neue Erde auf der Erde geben. Die alten Grenzen werden gesprengt und neue gezogen, jedoch werden alle Gebiete gleich groß. Heute leben etwa 12 – 14 Millionen Juden weltweit. Kämen diese alle ins heutige Israel zurück, wäre das Land in seinen Ausmaßen zu klein.
Hebe = Opfer für den Tempel, Judäa war und ist die Kornkammer Israels, BEIT LECHEM – בֵּית לָחֶם = Haus des Brotes
❖ Inmitten der Abgabezone steht das Heiligtum.
❖ V 10 Die Fruchtbarkeit ist mit dem Heiligtum konnotiert. Sie ist ausschließlich ein Geschenk Gottes.
❖ 25000 = 25 ist die Hälfte von 50, 5 ist die Hälfte der zehn Gebote
❖ Die Priester haben eigene Ländereien, wohnen jedoch im Tempel (Kap 46). Im Kerngebiet dürfen die Priester die Ernte für den Tempel und sich selbst erbringen. Das ist eine völlige Neuordnung und Gleichmachung der Priester mit dem übrigen Volk. Die Priester bekommen einen neuen Ruf und einen neuen Stand im Volk.
❖ V 14 Das Gebiet der Priester darf niemals abgegeben werden. Es wird keine Entheimatung geben. Es wird nichts mehr verändert werden.
❖ V 15 30.000 Fläche darf der Stamm Juda für den Weidebetrieb haben.
❖ Es wird keine Maßeinheit für die Größe der jeweiligen Landfläche genannt. Nur Gott weiß wie groß diese Flächen sind.
❖ V 16 4 x 4.500 = 18.000 = CHAI, CHAI – חַי heißt Leben und hat den Zahlenwert 18. Es wird eine neue Lebensordnung geben.
❖ V 17 4 x 250 = 1000 = Einheit, Präsenz und Lebendigkeit Gottes
❖ V 18 Die Mitarbeiter der Stadt Jerusalem werden eigene Felder in der Nähe des Tempels haben.
❖ V 19 Es wird das Solidaritätsprinzip der Stämme gelten. Jerusalem wird ein Ansehen und eine Fürsorglichkeit genießen, die es von allen Stämmen bekommen wird.
❖ V 21 Fürst = NASSI. Der NASSI ist die Korrektur des Königsamtes. Die Stämme geben dem NASSI die Gaben. Er darf sich nicht bedienen, so wie es die irdischen Könige getan haben. Ihm wird der Boden der Maßlosigkeit entzogen. Der NASSI bekommt die Ernte für das Heiligtum, nicht für sich selbst. Das ist eine klare Bindung des NASSI an Gott, denn er ist dem Tempel untergeordnet. Der NASSI hat sein Land inmitten der Stämme.
❖ Hufe = alter deutscher Begriff für Erbland, territoriale Wirtschaftseinheit
Hes.48,35 Ringsum achtzehntausend. Und der Name der Stadt ist von heute an: ER-ist-Hier.
ER ist hier. Gott ist da, wen wir die neuen Abmessungen bekommen, Gott ist in der 18, im Leben!!!

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