23./24. März 2024; Schuschan Purim in Jerusalem 25. März 2024

„In den Tagen Mordechais und Esthers in der Hauptstadt Schuschan, als der böse Haman gegen sie aufstand, wollte er alle Juden vom Jüngling bis zum Greise und den Frauen an einem Tag ausrotten, töten und vernichten, am 13. Des zwölften Monats,  das ist der Monat Adar, und wollte ihre Habe plündern. DU aber hast in deiner großen Barmherzigkeit seinen Ratschlag vereitelt und seine Absicht zerstört, Vergeltung auf sein Haupt gebracht. Und man hängte ihn und seine Söhne an den Galgen. Für die Wunder, für die Befreiung, für die machtvollen Taten, für die Errettung und für die Kämpfe, die DU für unsere Väter vollbracht hast, danke ich deinem großen Namen Sela.“

Gebetbuch Schma Kolenu; Purim-Hinzufügung zur Amida und zum Tischgebet

Es war so schön und so friedlich, die Feiern so ausgelassen, die Nachbarn so nett. Bis …, ja, bis Haman Berater des schwachen Königs Achaschwerosch wurde, der eine für ihn niederschmetternde Erfahrung mit dem Juden Mordechai gemacht hatten. „Die Juden sind unser Unglück!“ Alle Juden müssen vernichtet werden, denn alle sind wie Mordechai, der sich nur vor seinem Gott verneigt. Sie sind anders, fremd, abstoßend mit ihren Gebräuchen!

Haman, Hitler, Hamas[1] – wo ist der Unterschied?! Sie alle wollten und wollen ALLE Juden töten! ALLE, vom Jüngling bis zum Greis, Frauen, Männer und Kinder gleichermaßen. Haman wollte es an nur einem Tag schaffen, Hitler wollte es in ganz Europa und Palästina schaffen, die Hamas hätte es gerne zusammen mit dem Angriff der Hisbollah aus dem Norden am 7. Oktober 2023 geschafft. Sie ermordeten mit Messers, mit Schusswaffen, mit Feuer alle, die ihnen entgegenkamen, die auf der Flucht waren oder sich in ihren Häusern verschanzen wollten. Sie vergewaltigten Frauen, schlitzten Schwangeren den Bauch auf … – Hat die Welt dieses brutale Gemetzel vergessen?

„Man muss sie doch verstehen … Israel muss endlich die Zwei-Staaten-Lösung umsetzen. Die Gewalt geschieht doch nicht im luftleeren Raum.“

Wenn sich alle Leser mit der Geschichte Israels befassen würden, alle Politiker und alle Besserwisser, dann würde auffallen, wie oft es schon die Angebote Israels gab, den Palästinensern Land zu geben, was immer wieder abgelehnt wurde. Ein jüdischer Staat ist für die radikalen Palästinenser nicht akzeptabel. Nicht Israel lehnte die Zwei-Staaten-Lösung ab, sondern ihre Verhandlungspartner! Sie wollen die Ein-Staaten-Lösung „From the river to the sea!“, von Gaza bis nach Safed (2014 im Deutschen Fernsehen von einer Palästinenserin gefordert!) Was aus dem Mittelmeerstreifen Gaza als 2. Staat geworden ist, erschüttert zutiefst!

Doch wie in jedem Jahr begehen Juden auf der ganzen Welt Purim, ein Fest der Errettung von Haman, dem Vorläufer von Hitler, Hamas und Konsorten.

Die Juden in Schuschan feierten gern mit dem König. Sie hatten ihre Gründe, wollten vielleicht dem Gastgeber gegenüber nicht undankbar erscheinen, wollten zur Gesellschaft dazugehören. Ähnlich ging es Israelis in der Nähe des Gazastreifens. Sie unterstützten ihre Nachbarn in Gaza mit Kleidern und Spielsachen für die Kinder, sie gaben ihnen Arbeit und waren ganz Ohr für deren Nöte. Auch sie machten nicht die Hamas verantwortlich, sondern wollten, dass ihre Regierung sich für die Belange der Bewohner Gazas stärker einsetzte. Die dann an diesem Feiertag kamen und mordeten und brandschatzten, das waren die ehemaligen Gäste und „Freunde“. Sie dankten ihnen ihre Freundschaft schlecht!

Auch die Gäste von Achaschwerosch rieben sich die Augen, dass es ihnen plötzlich an den Kragen gehen sollte! Was hatten sie getan, womit den König verärgert? Sie hatten sich doch ganz angepasst an ihr Gastland! Deshalb taucht im Buch Ester der Name Gottes nicht auf, weil niemand mit Gott rechnete. Gott – gab es den? Oder war der weit weg? Interessierte der sich überhaupt für die Geschehnisse auf der Welt?

Trotzdem handelte Gott – wie auch am 7. Oktober und danach. Einen gleichzeitigen Angriff von Hamas und Hisbollah gab es nicht, auch nicht den Durchzug nach Jerusalem, weil sich die Hamas in ihrem Blutrausch vergaß!!! Kibbuzim, die den Schabbat einhielten und darum ihre Tore zum Kibbuz geschlossen hatten, wurden nicht überfallen. Vom Überfall auf Synagogen ist mir nichts bekannt, eher das Gegenteil.

Im Buch Ester ist die Rettung schon eingefädelt, bevor es zum Aufruf zum Pogrom kommt. Ester wurde Königin anstelle Waschtis. Somit hatte eine Jüdin inkognito Zugang zum König. Gott war es, der alle ganz alltäglichen Ereignisse so einfädelte, dass sie schließlich zur Rettung des jüdischen Volkes beitrugen: Mordechai wird Ohrenzeuge eines Komplotts gegen den König und meldet ihn; der König lässt sich nachts seine Annalen vorlesen und beschließt, Mordechai zu ehren, als Haman dazukommt und diese Ehrung vornehmen muss; Ester ruft alle Juden zum Fasten auf und sie machen mit; Haman und der König sind zweimal Gäste der Königin Ester, sodass sie beim zweiten Mal Hamans finstere Pläne aufdecken kann. Haman und seine Söhne werden an Hamans eigenem Galgen gehängt.

Welche Wunder wir schlussendlich von diesem Krieg gegen das Böse hören werden, erwarten wir mit Spannung. Sicher ist, dass wir sie hören werden, so wie es sie schon jetzt gibt.

Im Moment toben die Völker und ersinnen Nichtiges. Sie schlossen sich zusammen, um Gottes Volk zu verhöhnen und zu verleumden. Auch das ist ein altbekanntes Phänomen. Gott wird sie dafür zur Verantwortung ziehen. Das können wir daran sehen, welche Nationen nicht mehr existieren. Sogar das British Empire hat seine Größe und seinen Glanz eingebüßt.

Ps. 2,1 Wozu tosen die Weltstämme, murren Nationen – ins Leere! 2 Erdenkönige treten vor, mitsammen munkeln Erlauchte wider IHN, wider seinen Gesalbten: 3 »Sprengen wir ihre Fesseln, werfen wir ihre Seile von uns!« 4 Der im Himmel Thronende lacht, mein Herr spottet ihrer.

Wir sehen, wie die Feinde hochmütig das Haupt erheben und listige Anschläge gegen Gottes Volk planen. Die Israel hassen, hassen Gott, so stellt es der Psalmist fest. Sie wollen den Namen Israel auslöschen, und das nicht nur von der Landkarte! Doch die List der Feinde, die wissen, wie man mit Propaganda die Welt gegen Israel aufbringt, wird sich später nach dem für Israel (Hebräisch: „Gott ist mein Kämpfer“) siegreichen Kampf gegen die Lauscher gegen sie die Hetzer und Verleumder selbst richten!!!

Ps. 83,3 Denn, da, deine Feinde lärmen, deine Hasser tragen das Haupt hoch. 4 Anschlag erlisten sie wider dein Volk, wider deine Aufgesparten beraten sie sich, 5 sie sprechen: »Kommt, wir wollen sie aus dem Stammestum merzen, nicht mehr gedacht werde des Namens Jissrael!« 6 Ja, von Herzen beraten sie sich miteinander, wider dich schließen sie einen Bund …

Am Ende werden wir wie zu Purim das glorreiche Ende des Krieges sehen, Israels Sieg und die Dankbarkeit in der Gesellschaft. Denn Gott gibt Israel nicht preis! Gott steht auf der Seite Seines Volkes, Seines erstgeborenen Sohnes. ER züchtigt Sein Kind, aber ER liebt es trotzdem und hat die Rettung Seines Volkes bereits geplant! Wir wissen, wem wir unsere Rettung zu verdanken haben!

Ps.124,1 Ein Aufstiegsgesang Dawids. Wärs nicht ER, der für uns war – spreche doch Jissrael – , 2 wärs nicht ER, der für uns war, als Menschen gegen uns standen, 3 dann hätten sie uns lebend verschlungen, als auf uns einflammte ihr Zorn, 4 dann hätten uns hinweg die Wasser gespült, wäre ein Wildbach über unsre Seele gezogen, 5 dann wärs über unsre Seele gezogen, die aufsiedenden Wasser. 6 Gesegnet sei ER, der uns zum Zerreißen nicht gab ihren Zähnen! 7 Unsre Seele gleicht dem Vogel, der dem Sprenkel der Fänger entschlüpfte, der Sprenkel zerbrach und wir sind entschlüpft. 8 Unsre Hilfe ist in SEINEM Namen, der Himmel und Erde gemacht hat.

Ich werde dabei lebhaft und dankbar erinnert an das Ende des biblischen Despoten Abimelech, der nach einem Anfall wahnhaften grundlosen Mordens am Volke Israel von Gott zu Fall gebracht wurde, wie Richter 9 zu lesen ist:

Ri, 9,55 Die Männer von Jissrael sahn, daß Abimelech tot war, – sie gingen jedermann nach seinem Ort. 56 Heimkehren ließ Gott die Bosheit Abimelechs, die er an seinem Vater tat, seine siebzig Brüder umzubringen, 57 und all die Bosheit der Männer von Sichem ließ Gott auf ihr Haupt kehren.


[1] Hamas steht ebenso für Hisbollah und Houthi, die dieselben Ziele der Vernichtung Israels im Sinn haben, zusammen mit ihrem Geldgeber Iran. Man lese nur die Gründungscharta der Hamas! Sie wollen nicht mit einem einzigen Juden zusammenleben!

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