Ich möchte Ihnen hier meinen Artikel zur Geburt des jüdischen Jungen Jehoschua zugänglich machen, der 2009 in einem Buch für Erzieherinnen veröffentlicht wurde:
Helgard Jamal, WEIHNACHTEN, Jesu Geburt; Mit Kindern Gott entdecken/ Mit Natur gestalten/ Mit Figuren erzählen

Lassen Sie sich mitnehmen in die Zeit Jesu und seiner Eltern, in die Zeit derer, die vor ihm lebten und seine Geburt erst möglich machten. Verstehen Sie den Brauch der Beschneidung, aber auch die Verortung Jehoschuas und seiner in ihrem jüdischen Glauben. So sagte einst Ben Chorin: „Jesus ist für ich der ewige Bruder, nicht nur der Menschenbruder, sondern auch der jüdische Bruder.“ So sah auch Pinchas Lapide Jesus:

Pinchas Lapide in seinem Buch: Ein Flüchtlingskind

Was ich von Jesus glaube

  1. Ich glaube, daß seine Geburt ein Wunder war, weil jede Geburt, als die Menschwerdung aus einer Eizelle und einem Samentropfen ein unerschöpfliches Wunder Gottes ist, auch wenn uns die Alltäglichkeit dieser Belebung das Mysterium, das ihr innewohnt, vergessen läßt.
  2. Ich glaube, daß Jesus ein Sohn Gottes war, wie wir alle Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel sind; …
  3. Ich glaube, daß Jesus als Menschensohn einzigartig war, weil alle Träger des göttlichen Ebenbildes einmalig, unersetzlich und unnachahmbar sind; jeder mit seiner persönlichen Aufgabe, die kein anderer erfüllen kann.
  4. Ich glaube, daß Jesus von Nazareth eine Leuchte Israels war, der zur messinischen Wegbereitung berufen wurde: … Ich glaube, daß Jesus von Gott beseelt war; daß Gott durch Jesus gewirkt hat, und daß Jesus unzählige Menschen zu Gott geführt hat. …
  5. Denn ich glaube mit Jesus, daß unsere Welt weder heil noch heil-los ist, wohl aber heilbar durch gemeinsame Arbeit an dem Weltfrieden, der kein frommer Wunschtraum bleiben darf.1

1 Helmut Gollwitzer, Pinchas Lapide: Ein Flüchtlingskind, Auslegung zu Lukas 2, München 1981

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